GLP Wallis sagt 2x Nein zu den eidgenössischen Abstimmungsvorlagen vom 14. Juni 2026
Am Donnerstag, 23. April haben sich die Grünliberalen Wallis zu ihrer Mitgliederversammlung getroffen. Die Mitglieder sagen ganz klar Nein zur sogenannten «Chaos»-Initiative. Der Entwurf bedroht den Wohlstand in der
Schweiz, gute Beziehungen zur EU und eine ordentliche Asylpolitik. Die GLP Wallis lehnt auch das strengere
Zivildienstgesetz ab. Mit der Gesetzesänderung will der Bundesrat den Zugang zum Zivildienst erschweren,
das schadet auch dem Kanton Wallis.
Nein zur Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!»
Die Mitglieder der GLP Wallis lehnen die «Chaos»-Initiative entschieden ab. Diese Vorlage gefährdet den
Schweizer Wohlstand, die stabilen Beziehungen zur EU sowie eine geregelte Asylpolitik. Die Volksinitiative fordert eine Obergrenze von zehn Millionen Menschen für die Wohnbevölkerung in der Schweiz. Steigt die Zahl
über 9,5 Millionen, müssen Bundesrat und Parlament Massnahmen ergreifen, um das Wachstum zu stoppen.
Laut Prognosen des Bundesamtes für Statistik tritt dieser Fall im Jahr 2031 ein. Das betrifft das Wallis besonders hart: Die Walliser Wirtschaft basiert massgeblich auf dem Tourismus, der 8,1 % der Wirtschaftsleistung
erbringt und 15’000 Menschen beschäftigt. Das Baugewerbe stellt mit über 15’000 Vollzeitkräften jeden zehnten Arbeitsplatz. In der Landwirtschaft und im Weinbau pflegen ausserdem 5’000 Angestellte die Felder und
Reben. Diese Schlüsselbranchen benötigen zwingend ausländische Arbeitskräfte und Grenzgänger.
Bis zum Jahr 2039 verlässt laut dem Walliser Beschäftigungsbarometer zudem ein Drittel der Erwerbstätigen
den Arbeitsmarkt. Diese Entwicklung belastet die Betriebe schwer, da eine abnehmende Zuwanderung die
personellen Lücken in den tragenden Wirtschaftszweigen vergrössern wird. Die Initiative der SVP gibt keine
brauchbaren Antworten auf diese Herausforderungen. Darum braucht es ein klares Nein am 14. Juni!
NEIN zur Änderung des Zivildienstgesetzes
Die Mitglieder der GLP Wallis lehnen eine Verschärfung des Zivildienstgesetzes ab. Bundesrat sowie eine Parlamentsmehrheit beabsichtigen, den Weg in den Zivildienst zu erschweren. Insgesamt sechs Massnahmen
sollen die Zahl der Zivildienstleistenden jedes Jahr um 40 Prozent senken. Dadurch fehlen wichtige Einsätze
für unsere Gesellschaft und die Umwelt. Gerade in einem Gebirgskanton wie dem Wallis unterstützt der Zivildienst die Berglandwirtschaft enorm. Zudem bewahrt er die Kulturlandschaft und fördert den Tourismus. Zivildienstleistende bauen und reparieren alte Trockenmauern. Die Mauern sind nicht nur ökologisch wertvoll,
sondern prägen auch das Bild unserer Region. Die Einsätze an Wanderwegen oder im Wald garantieren, dass
Touristen und Einheimische sicher unterwegs sind und sich gut erholen. Wenn es weniger Zivildienstleistende
gibt, schadet das auch dem Wallis als Berg- und Tourismuskanto