Klimarisiken im Wallis 

Klimarisiken im Wallis 

Klimarisiken im Wallis – Die gefährliche Lücke zwischen Naturgefahr und fehlender Finanzierung

 

Der Hitzesommer bringt den Klimawandel wieder in unser Bewusstsein. Medien berichten über bröckelnde Berge, schmelzende Gletscher, mehr Hochwasser oder extreme Trockenheit. Es scheint, als handelte es sich um neue Phä-nomene. Solche Extremwetterereignisse sind längst Realität und werden in ihrer Häufigkeit und Intensität weiter zunehmen.

 

Das Wallis trifft das besonders hart. Etwa jede dritte Person lebt im Wallis in einer offiziellen Gefahrenzone. Steile Landschaften, auftauender Permafrost und schwindende Gletschermassen erhöhen das Risiko für Hochwasser und Bergstürze massiv.

 

Handeln wäre dringend angesagt, aber die Politik schläft. Der Walliser Grossrat lehnte in der Sommersession zusätz-liche Gelder für Naturkatastrophen ab. Nach dem Bergsturz in Blatten forderten noch Vertreter aller Parteien einen festen Fonds für solche Naturereignisse. Warum lehnen genau diese Parteien heute ihre eigenen Forderungen ab? Sie erklären das normale Budget plötzlich für völlig ausreichend.

 

Die GLP Wallis kritisiert diese Ansicht. Zwischen dieser Fehleinschätzung und der Realität klafft eine grosse Lücke. Der Kanton Wallis gleicht sein aktuelles Budget nur durch Einsatz von Fonds und Reservemechanismen aus. Das heisst: Es fehlt schlicht das Geld, um eine ausreichende finanzielle Reserve für Opfer künftiger Naturereignisse aufzu-bauen. Bekanntlich gibt der Staat jeden Franken nur einmal aus. Wer eine solche Politik betreibt, ignoriert die Her-ausforderungen der nächsten Jahrzehnte. Der Klimawandel wartet nicht, und die Natur verhandelt nicht.

 

Hitze bildet heute das tödlichste Naturrisiko in der Schweiz. Das Wallis braucht jetzt Taten statt Worte. Deshalb kämpft die GLP Wallis weiterhin für einen nachhaltigen und finanzierbaren Klimafonds.

 

 

Die GLP Wallis