Das Parlament hat in der Sommersession einen Rückschritt in der Energiepolitik beschlossen. Die SVP, die FDP und ein grosser Teil der Mitte hoben das seit 2017 geltende Bauverbot für neue Atomkraftwerke auf. Damit öffnen sie die Tür für neue Kernkraftwerke. Die GLP wehrt sich entschieden dagegen und ergreift das Referendum.
Neue Kernkraftwerke sind die falsche Antwort auf eine klimaerträgliche Energiepolitik der Schweiz. Sie kosten Milliarden und lösen keines der Probleme: Die Entsorgung des Nuklearabfalls ist ungelöst. AKWs werden schon heute wegen Hitze, Wassermangel und zu warmen Flüssen gedrosselt oder abgeschaltet. Zudem kosten neue Atomkraftwerke Milliarden von Franken. Investoren finanzieren solche Bauten kaum ohne staatliche Garantien. Zudem benötigen neue Kraftwerke Jahrzehnte, bis sie ans Netz gehen. Bauverzögerungen, Kostenüberschreitungen und Zinsrisiken sind absehbar. Die Rechnung bezahlt am Ende die Bevölkerung über hohe Strompreise oder Steuern.
Zahlreiche Studien belegen: Eine Vollversorgung mit erneuerbaren Energien ist technisch machbar und rechnet sich finanziell. Der Erfolg hängt an drei Hebeln: dem Ausbau von Solar- und Windenergie, der intelligenten Verknüpfung von Strom, Wärme und Verkehr sowie einer besseren Energieeffizienz. Das Wallis kann dabei eine Schlüsselrolle übernehmen.
Die GLP Wallis setzt sich deshalb für eine sichere Stromversorgung ohne Blankoscheck ein. Wer Milliarden in neue Atomkraft investiert, gefährdet den Ausbau günstiger, schneller und sauberer Lösungen. Die Schweiz braucht keine Neuauflage der Atomenergie, sondern einen modernen, bezahlbaren und zukunftstauglichen Energiemix.
Die GLP Wallis